Tipps für die Auswahl eines Sprachkurs an der richtigen Sprachschule


Die folgenden Tipps erheben natürlich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sie versuchen eine Hilfe bei der Orientierung, bei der Auswahl des für EUCH richtigen Sprachkurs zu geben, nicht mehr und nicht weniger.
Papier und Internet sind geduldig, es wird mehr versprochen als eingehalten, aber einiges kann man aus den Präsentationen des jeweiligen Sprachkurs herauslesen.


Diese Seite hilft dabei:

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1. Ort des Sprachkurs
Wo liegt die Sprachschule? In einer Stadt (gross, klein, mittel)? Oder in einem Dorf? Hat alles Vor- und Nachteile... Der Eine würde gerne mal eine Zeit in New York, Rom oder London verbringen, traut sich aber nicht, kennt niemand dort etc.. Da ist ein Sprachkurs ideal. Die Andere kann sich nicht vorstellen längere Zeit in einer vom Autoverkehr dominierten Stadt zu sein, da ist eine Kleinstadt oder ein Dorf sicherlich besser. Wie ist das Klima in der Zeit, in der ich meinen Sprachkurs machen will? Südeuropäische Städte sind z.T. unerträglich heiss im Juli und August. Städte auf der südlichen Halbkugel haben in unserem Winter ihren Sommer und umgekehrt. Das kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein, sollte aber auf jeden Fall bedacht werden. Australien, Neuseeland, Südafrika und Südamerika gehören dazu. Hier kann man wunderbar dem europäischen Winter entfliehen.

2. Art des Sprachkurs
Arbeitet die Sprachschule mit lokalen Schülern oder kommen die Schüler angereist, um einen Sprachkurs zu machen? Sprachschulen für lokale Studenten können den Kurs wesentlich billiger anbieten, da sie keine Unterkunft, kein Freizeit- und Kulturprogramm, keinen Flughafentransfer etc organisieren müssen... . Trotzdem ist das Mehr an Geld gut angelegt, wenn man schon bei der Ankunft weiss, wo man wohnen wird, wenn man weiss, wo man gut und günstig essen kann, welche Cafés und Kneipen gerade angesagt sind und ein interessantes Freizeit- und Kulturprogramm angeboten bekommt. Selbstverständlich kostet das auch etwas. Wie gross ist die Sprachschule? Bei zu grossen Schulen läuft man Gefahr, nur eine Nummer zu sein, bei zu kleinen kann es leicht langweilig werden. Beides kann auch seine Vorteile haben, aber die Faustregel lautet wie so oft: nicht zuuh gross und nicht zuuh klein.

3. Art des Unterrichts
Hierzu kann man folgende Fragen stellen: Welche Qualifikation haben die Lehrer? Wie gross sind die Klassen? Wieviel Zeit bleibt dem Lehrer für mich bei einer Klassengrösse von z.B. 18? Wieviele Levels werden angeboten? Werden diese immer angeboten? Was nützt es mir, wenn ich in einer kleinen Gruppe bin mit deutlich unterschiedlichen Sprachniveaus? Liegt die Betonung im Unterricht auf Kommunikation oder Struktur? Was ist mir lieber? Wie lerne ich besser? Welches Unterrichtsmaterial benützt die Schule? Vielleicht ein eigenes? Das kann für Qualität sprechen. Ganz wichtig ist, vorher mit sich abzuklären, wie viele Stunden Sprachkurs belegt werden sollen. Für den normalen Sprachurlauber sind 15 bis 20 Wochenstunden genug, man will ja auch noch ein wenig Freizeit haben. Für Anpruchsvolle können es mehr sein.

 
         

4. Welches Land
Welche Realisierung der Sprache will ich lernen. Brauche ich mein Englisch für England oder Irland, für Australien,
Neuseeland oder Südafrika, für USA oder Kanada? Dann sollten Sie die Sprache in dem Land lernen, in dem Sie
sie später anwenden wollen. Dasselbe gilt für Spanisch in Spanien oder Lateinamerika, für Portugiesisch in
Brasilien oder Portugal. Bei Italienisch und Französisch stellt sich diese Frage nicht so sehr.

5. Unterkunft
Es ist wirklich angenehm in eine neue Stadt zu kommen und schon zu wissen, wo man wohnen wird. Das sollte
nicht unterschätzt werden. Welche Unterkunftsmöglichkeiten bietet die Schule? Wo fühle ICH mich am besten?
Klassisch ist natürlich die Familie, die in ihrem Idealfall Schüler aus kulturellem Interesse aufnimmt. In der Realität
ist es meistens ein Zubrot für den Lebensunterhalt, trotzdem sind viele wirklich an den Gästen interessiert und es
entstehen langjährige Freundschaften. Auf jeden Fall sollte man seine Vorstellungen reduzieren und daran denken,
dass man im Lauf der Zeit einer von vielen Sprachstudenten bei dieser Familie ist und erst langsam ihre Sympathie
gewinnen wird. Kleine, symbolische Geschenke, Bilder der eigenen Familie, der eigenen Stadt können helfen
(Sprach-)Barrieren zu überwinden; die Bilder können auch im Unterricht nützlich sein. Wie viele Mahlzeiten will man
mit der Familie einnehmen? Vollpension kann dabei in Stress ausarten, muss aber nicht. Eine andere beliebte Form
der Unterbringung sind Wohnungen für Sprachschüler. Die Probleme kennt man aus Wohngemeinschaften und
Studentenheimen... . Wie oft wird geputzt oder die Bettwäsche gewechselt? Man sollte auch fragen, wie weit die
Unterkunft von der Schule entfernt ist, wie weit von den interessanten Plätzen der Stadt, wie viele Schüler eine
Familie zur gleichen Zeit aufnimmt etc. Wer seine Ruhe haben will, sollte Hotel oder Pension wählen, wenn es
finanziell machbar ist.

6. Ausserdem...
Eignen Sie sich, wenn möglich, die Grundkenntnisse der Sprache schon zu Hause an: sich vorstellen, was man
arbeitet, wie alt man ist, woher man kommt etc. Das kostet nicht viel Zeit und man hat die erste Sprachbarriere
schon übersprungen. Bringen Sie Material mit, das Ihre Tätigkeit, Ihre Hobbies zeigt, das kann ungemein helfen.
Hefte und Sifte sollte man auch dabei haben, genauso wie ein Wörterbuch und einen guten Reiseführer, die be-
kommt man dort oft gar nicht so leicht.

Und jetzt viel Spass bei der Wahl des Sprachkurs

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